Donnerstag, 11. Januar 2018

Blogumzug




Ach, ein bisschen sentimental bin ich schon, das alte Heim zu verlassen. Seit fast 8 Jahren blogge ich hier auf Blogger zum Thema Nähen auf crafteln.de. Jetzt ist der/die/das Blog umgezogen. Mein Blog wohnt nun im Schnittmusterkiosk, das hatte ich schon ganz lange vor.

Es würde mich freuen, wenn ihr mich dorthin begleitet, weiterhin mitlest und kommentiert. Falls ihr wie ich Blogs über einen Reader lest, vergesst nicht die neue Adresse blog.crafteln.de dort einzutragen. Ich freue mich auf euch!

---> alle neuen Blogbeiträge findet ihr auf blog.crafteln.de

Freitag, 22. Dezember 2017

Last-Minute-Geschenk: Tutorial für eine Schlafbrille




Mein Weihnachtsgeschenk für euch: eine kleine Anleitung für eine Schlafbrille - selbst genäht und selbst bedruckt. Vielleicht braucht ihr noch ein Last-Minute-Geschenk oder selbst ein wenig Ruhe. Anleitung und Schnittmuster könnt ihr einfach herunterladen und ruckzuck ist eine Schlafbrille genäht. 


Für den DIY-Adventskalender #24kleineFreuden, der ganz großartig von Frau Masulzke und Frau Undiversell organisiert wurde, nähte ich 24 Schlafbrillen und bekam dafür in den letzten Tagen 24 ganz reizende Geschenkchen zurück.

Ende Oktober hatte ich das Gefühl, mit loslegen zu müssen, schließlich wollte ich doch nicht alles auf den letzten Drücker mache und am Ende scheitern! Die Idee, 24 Schlafbrillen zu nähen, war schnell da. Ich fand sie deswegen gut, weil ich seit Jahren eine Schlafbrille benutze, wenn ich nur ca. 12 Minuten Zeit für einen Mittagschlaf habe. Mein Körper weiß "Schlafbrille an, Körperfunktionen runterfahren" und so gelingt es mir, selbst kürzeste Zeitfenster zum Entspannen zu nutzen. Und wer könnte das nicht gebrauchen.


Kleine Geschenke zur Stoffresteverwertung - perfekt!


Außerdem finde ich so ein Projekt toll, um Stoffreste zu verwenden. Allerdings habe ich mich dann doch dazu entschlossen, neben dem Gummi und dem Volumenvlies auch noch schwarzen Stoff für die Rückseite dazu zu kaufen, weil zwei helle Stoffe nicht genug verdunkelt hätten. Ich hätte noch anderes Volumenvlies gehabt, entschied mich aber aufbügelbares Vlies zu nehmen, weil ich dachte, dass die Serienverarbeitung damit einfacher wäre - wenn ich allerdings nur eine oder zwei oder drei Brillen auf einmal nähen würde, dann würde ich einfach irgendwas zum Polstern nehmen, was noch da wäre, also irgendein Volumenvlies, Fleece oder einfach mit Füllwatte aus einem aufgeschnittenem Kissen füllen.

Stoff zu bedrucken wollte ich schon immer mal probieren. An einem Sonntag im Oktober war ich dann auch endlich so motiviert, es einfach zu tun. Ich erstellte eine Schriftzug-Vorlage am Computer, die ich ausdruckte, nahm einen alten Schnellhefter, übertrug mit Folienstift den Schriftzug und schnitt die Schrift mit einem Cutter und einer Nagelschere aus.

--> wenn ihr auch so eine Schlafbrille mit dem Schriftzug "Jetzt nicht!" nähen wollt, das Schnittmuster mit Schriftzug und Kurzanleitung könnt ihr  hier herunterladen.


So habe ich die Schlafbrillen gemacht


Ich schnitt Stoffstücke, etwas größer als die zukünftige Schlafbrille aus und tupfte die Farbe mit einem Pinsel auf die Schablone (auf die rechte Stoffseite). Maximal zwei Drucke nacheinander waren möglich, dann mußte ich die Schablone waschen. Als nächstes zeichnete ich die Umrisse der Schlafbrille auf die linke Stoffseite mit Kugelschreiber. Dazu hatte ich mir eine Papierschablone (Schnittmuster) ausgedruckt. Anschließend bügelte ich Volumenvlies auf die bedruckten Rechtecke und schnitt die Schlafbrillen aus.





Auch den schwarzen Stoff für die Rückseiten bebügelte ich mit Volumenvlies und schnitt anschließend wieder Rechtecke in den Maßen der Schlafbrille. Als Gummi nahm ich Falzgummi, der normalerweise für Unterwäsche genutzt wird, denn diesen gibt es auch in bunten Farben.

Um die Schlafbrillen zu nähen, steckte ich sie rechts auf rechts aufeinander und das Gummi an den markierten Seiten fest. Mit einem Geradstich steppte ich sie zusammen und ließ am oberen Rand eine Wendeöffnung. Nach dem Wenden und Bügeln, füllte ich sie mit zwei Löffeln Lavendel und steppte den Rand mit einem Zierstich ab (so konnte auch gleichzeitig die Wendeöffnung geschlossen werden.) Fertig!

Schnell und einfach: Wendeöffnung mit Ziernaht schließen



Als Geschenk für euch: die Vorlage inklusive Schriftzug


24 Brillen zu fertigen dauerte doch länger, als ich dachte und ich gestehe, ich verfluchte zwischendurch meine Idee. Aber als Freundinnengeschenk als Einzelstück oder in einer kleineren Serie, sind diese Schlafbrillen wirklich eine tolle Idee und schnell gemacht. Falls ihr noch eine Kleinigkeit zu Weihnachten braucht, ich habe euch ein Schnittmuster für die Schlafbrille inklusive Schriftzug und Kurzanleitung vorbereitet.


Hier könnt ihr Anleitung und Schnittmuster herunterladen. Viel Freude damit!






P.S. Für noch mehr Entspannung, füllte ich die Schlafbrillen mit Lavendelblüten. 1-2 Teelöffel reichen schon und schon duftet das Geschenk ganz herrlich!

PPS. Die Anleitung bekommst Du, wenn du dich mit dem Link für meinen Newsletter anmeldest. Falls Du in Zukunft dann meinen Newsletter doppelt bekommen solltest, weil du schon vorher angemeldet warst, einfach im nächsten Jahr, beim nächsten Newsletter bei einer Mail auf Abmeldung klicken.



Mittwoch, 20. Dezember 2017

Blogparade Heldinnentasche - Rückblick 1. Teil

Ich kann gar nicht genug davon bekommen, Fotos von Heldinnentaschen zu sehen, euch zu zeigen und die Berichte der Probenäherinnen zu lesen. Es ist so spannend zu erfahren, für welches Material sie sich entschieden haben, wie es ihnen während des Probenähens ergangen und wie sehr ihnen "unsere Heldin" ans Herz gewachsen ist. Für euch jetzt noch mal eine kleine Zusammenfassung der ersten Woche der Blogparade, zum bequemen Lesen und Weiterklicken. Teil 2 folgt im neuen Jahr!

"Es wird super. Es wird schnörkellos. es wird praktisch. Genau meins." Frau Sonnenburg




Frau Sonnenburg hatte mit ihrer Stoffwahl, Softshell, ganz schön zu kämpfen und wurde wirklich zu einer Heldin während des Nähens. Ihr müsst wissen, die Probenäherinen bekomme nicht so eine schicke Anleitung mit Grafiken wie ihr, die ihr den Schnitt kauft. Sie bekommen zwar eine vorformulierte Anleitung und auch Fotos dazu, aber sie müssen sich mühsam die Fotos zusammen suchen und mit der richtigen Stelle in der Anleitung in Verbindung setzen. Den Stoff haben sie besorgt, noch bevor sie genauer wussten, was auf sie zukommt. Aber alle haben tapfer durchgehalten und wenn ich das Fazit von Frau Sonnenburg lese und ihre Tasche anschaue. Dann würde ich sagen. Das hat sich auf jeden Fall gelohnt!

Ich glaube Frau Sonnenburg war die erste, die unbedingt einen Magnetverschluß für die Heldinnentasche wollte. Ist zwar im Originaldesign nicht vorgesehen, aber Frau stokx ist offen für Schnittmusterhacks und Frau Crafteln ist bereit, auch Magnetverschlüsse im Schnittmusterkiosk anzubieten. Doch Frau Sonnenburg schreibt: "Ich habe das Fach mit einem starken Magnetverschluss versehen, damit es nicht zu sehr aufklafft. Rausfallen würde auch ohne extra Verschluss nichts, denn das Fach bietet genügend Tiefe."



"Wenn man weiß, wie es geht, ist die Tasche ein Kinderspiel" Nähkatze




Auf dem Deckblatt des Heldinnentaschen-Schnittmuster sehr ihr Frau Nähkatze und Frau patchworkangel(a). Als ich die Bilder von Frau Nähkatze bekam, war ich nicht nur schockverliebt in ihre mintfarbene Tasche sondern vor allen Dingen begeistert, wie perfekt sie zum Stadtmantel passt. Das ist für mich einer der Gründe des selber Nähens: wir können einfach perfekte Outfits zaubern.

Frau Nähkatze schreibt: "Es gibt Dinge, die ich in meiner fast 40 Jahre währenden Nähkarriere bisher nicht genäht habe. Dazu gehören BHs, Patchworkdecken und Taschen. Obwohl ich mir solche Projekte bisher immer wieder vorgenommen  hatte, kam ich bisher einfach nicht dazu.... Erst war ich skeptisch, weil ich zahlreiche Taschen besitze, aber als ich einer der fertigen Taschen sah, war klar, dass ich dabei sein würde." 


"Sind wir nicht alle irgendwie (Näh)heldinnen?:-))" Patchworkangel(a)


Auch Patchworkangel(a)s Fotos zauberten mir sofort gute Laune. Wie praktisch, dass es zu dieser wunderbaren Punktetasche auch ein passendes Ninjakleid und ein Auto gibt! Patchworkangel(a) schreibt "Mir gefällt dieses optisch "schlicht" anmutendes Nähprojekt absolut. Die Verarbeitung war eine heldenhafte Herausforderung :), es ist eben wieder ein á la Meike bzw aus dem Hause stokx und das macht das Ganze sehr spannend und besonders."




"Das Besondere an der Tasche ist aber ihr Tragekomfort" Ostenfelder Nähstube


Frau Ostenfelder Nähstube findet im Nachhinein die Heldinnentasche gar nicht mehr so kompliziert, denn die Anleitung ist mit zusätzlichen Tutorials und Grafiken wirklich ausführlich. Was mir aber besonders gefällt ist, dass Sie auch etwas über das Besondere der Tasche schreibt, was mir so sehr am Herzen liegt: "Das Besondere an der Tasche ist aber ihr Tragekomfor. Der Crossover-Gurt und die besondere Schnittführung der Tasche sorgen für eine körpernahe Passform. Die Tasche liegt super an, sie verrutscht kaum und das Beste, man hat die Hände frei."




"Alle Schnitte sind so ausgeklügelt und interessant, einfach immer etwas besonderes" mariabarbara


Mariabarbara hat eine bunte und trotzdem edle Tasche aus einem gobelinartigen Stoff genäht. Ich freue mich, dass sie, die eigentlich gar keine Zeit für Experimente wie Probenähen hat, von unseren Schnittmustern so begeistert ist, dass sie den Schnitt trotzdem nähte und mich im Probenähteam unterstützte. Aber es scheint sich ja auch gelohnt zu haben, denn sie schreibt:

"Das Nähen und die Konstruktion der Tasche fand ich spannend, aber wie würde sich die Tasche im Gebrauch verhalten? Zunächst war ich skeptisch, weil ich die offene Form der Tasche etwas gewöhnungsbedürftig fand. Aber schon beim ersten Einaufsbummel mit Tasche nahm ich sie wie selbstverständlich in Gebrauch. Wie schön, beim Fahrradfahren blieb sie über meiner Schulter und störte nicht beim fahren. Beim Betreten enes geheizten Kaufhauses wurden Mütze und Handschuhe mit einem Griff in die Tasche geschoben und wieder herausgeholt. Beide Hände blieben frei, und trotzdem hatten Geldbeutel und Handy ihren sicheren Platz und konnten sofort heraus geholt werden. Und bei den unvermeidlichen Regenschauern in diesem Herbst, konnte ich mit beiden Händen den Schirm festhalten und die Tasche rutschte nicht von meiner Schulter. Also diese Tasche ist die Heldin meines Alltags!"





"Doch diese Tasche ist anders" Mücke


Mücke kennt sich mit Taschennähen aus und hat auch genau das schon unterrichtet. Auch und gerade deswegen, war ich froh, sie für das Probenähteam zu haben. Doch die Heldinnentasche war dann doch etwas Neues für sie. Mücke schreibt: "Sie ist Tasche und eigentlich auch Kleidungsstück. durch ihre Schnittführung schmiegt sie sich an den Körper an ...  Das Nähen der Heldinnen-Tasche erfodert erhöhte Nähkenntnisse. Durch die Beschreibung und Veranschaulichung von Bildern bekommt man es dann aber auf jeden Fall hin!"



"Eine Tasche, die sich doch wie ein Kleidungsstück an den Körper schmiegt, und dazu ein echte Designerstück" Chris'Nadelspiele


Chris'Nadelspiel beschreibt in ihrem Blogbeitrag, den Knoten, den die armen Probenäherinnen hatten und das Gefühl, das sich einstellt, wenn sich genau dieser Knoten endlich auflöst: Da die Schnittführung anders ist als gewohnt, hatte auch ich zu Anfang einige Knoten im Kopf, die sich jedoch nach und nach auflösten und die Tasche sich ungewöhlich, aber doch perfekt zusammenfügte".

Genau das kenne ich auch von stokx-Designs. Am Anfang schaue ich auf die Teile und denke "wie soll daraus ein XYZ entstehen, die Schnittteile sehen ja so anders aus als gewohnt!". Und dann, beim Nähen, stelle ich immer wieder verwundert fest, wie sich die Teile mit den Passzeichen fast wie von selbst aneinanderfügen. Das ist keine Magie, das ist stokx! Das ist der Unterschied zwischen irgendeinem Schnittmuster und einem Designerschnittmuster!


"...und dann fügt sich alles wie aus Zauberhand zusammen" Strickprinzessin


Das Probenähen ist auch deswegen so spannend, weil ganz unterschiedliche Frauen aus den unterschiedlichsten Regionen der Republik zusammen etwas Gutes noch besser machen wollen und mich und einander dabei auf eine ganz tolle Art und Weise unterstützten. Strickprinzessin ist schon ein alter Hase in meinem Team und ich freue mich immer wieder, dass sie dabei ist, auch wenn sie bei diesen Probenähen mit Prüfungen und Schnupfen zu kämpfen hatte, die Heldin. Ihren Hinweis, dass A4-Unterlagen problemlos und schick mit der Heldinnentasche transportiert werden können,  finde ich eine wichtige Ergänzung: "Ich bin mit meinem Taschenergebnis sehr zufrieden und trage sie auch zu den Vorlesungen; den vorne in den Beutel passen ganz prima Unterlagen in A4, Federmäppchen und Co."




"Als Meike uns dann das Projekt vorstellte, hüpfte mein Herz" Tina's handcrafts


Tina hat eine Bezugsquelle für die schwenkbaren Steckschnallen ertrüffelt, nach denen ich wochenlang suchte. Frau stokx nutzt diese seit Jahren für ihre Taschen, aber genau das war das Problem. Der ursprüngliche Lieferant, bei dem Frau stokx vor Jahren einen großen Schnallenvorrat bestellte, hat diese Schnallen nicht mehr im Sortiment. Erst, als ich auf die Idee kam, diese Schnallen für euch im Schnittmusterkiosk anzubieten, bemerkte ich, dass es gar nicht so leicht ist, diese auch zu finden. Wie gut, dass ich so plietsche Probenäherinnen habe!

Diese Teamarbeit macht mir sehr viel Spaß, besonders, wenn ich die Begeisterung der Probenäherinnen spüre. Das hilft mir, alle Schwierigkeiten Beiseite zu räumen und alles dafür zu tun, aus den tollen Designs Schnittmuster für Hobbyschneiderinnen zu machen, die insgesamt etwas ganz besonderes sind. Tina schwärmt von ihrer Heldinnentasche: "Die Tasche passt sich dem Körper perfekt an. daran merkt man, dass dieser Schnitt von einer Designerin konzipiert und bis ins Detail durchdacht wurde. Sicherlich die bisher komplexeste aber auch tollste Tasche, die ich genäht habe."




"Mehr Heldinnen braucht die Welt" fantipanti


Wenn ich mich recht erinnere, stammt der Slogan "Mehr Heldinnen braucht die Welt" von Birgit, die der Taschenform zunächst sehr skeptisch gegenüberstand und dann auch noch Ärger mit einem zwar schicken, aber eher sperrigen dicken Stoff hatte. Die Skepsis hat sich glücklicherweise nicht bewahrheitet und Birgit hat schon eine zweite "Heldin" genäht. Von ihrem ersten Modell berichtet sie: "Ich fürchtete also, dass die Heldin (wie sie im Probenähteam schnell nur noch liebevoll genannt wurde) nicht genug Stauraum bietet. Außerdem war ich unsicher, ob das offene Außenfach nicht einen zu schnellen Zugriff für Außenstehende bedeutet. Aber !!! Ich habe Sie genäht und trage Sie seither quasi täglich. Geht also sehr gut!"



"Ein wirklich raffinierter Schnitt für eine einfache Tasche, die richtig was hermacht." Das Nähhuhn


Ich hatte lange gezögert, eine Probenäherin zu nehmen, die keinen Blog hat und ihre Nähwerke auf Facebook zeigt. Aber das Nähhuhn war eine gute Wahl, denn ihre goldene Kunstledertasche ist phänomenal - nur wegen des ersten Eindrucks, sondern auch, weil sie einfach unglaublich sorgfältig genäht ist. Hier zur Abwechslung mal die Rückseite der Tasche.





Sophie, aka das Nähhuhn bekommt von mir für heute das letzte Wort, weil sie so schön über das Probenähen schreibt und im neuen Jahr zeige ich euch dann noch eine Runde Heldinnen mit der zweiten Woche der Blogparade. Denn das Tolle war: die Probenäherinnen haben nach einer Heldin gar nicht aufgehört zu nähen sondern noch weitere tolle Varianten genäht.

Sophie schreibt: "Das Probenäh-Team war übrigens eine ganz tolel Runde, extrem motiviert und engagiert - ich glaube es war jeder stolz an diesem Projekt mitwirkten zu dürfen. Durch diesen großen Austausch und die vielen Infors von Meike wurde uns erst bewusst wie durchdacht die Schnitte von Crafteln eigentlich sind."


--> Lust auf eine Heldinnentasche? Das Schnittmuster bekommst du im Schnittmusterkiosk. Aber Achtung: ab dem 22.12. mache ich Ferien bis zum 8.1.2018. Das heißt, alles, was du in diesem Zeitraum bestellst, wird erst Anfang Januar geliefert. 

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Simpler Trick, feine Wirkung: Brustabnäher verlegen

Weil ich es immer wieder sehe und weil es so einfach ist, muß ich mal wieder darüber bloggen. Wenn ihr ein Oberteil oder z.B. ein Kleid näht, dann achtet darauf, dass die Abnäherspitze wirklich auf die stärkste Stelle der Brust zeigt. 

Abnäher sind dazu da, einen zweidimensionalen Stoff um einen dreidimensionalen Körper zu hüllen. Damit das eben nicht "wallewalle" passiert, gibt es Abnäher, die Stoff an bestimmten Stellen, wo er nicht gebraucht wird, wegnehmen.

Der Brustpunkt, die stärkste Stelle der Brust, verschiebt sich im Laufe des Lebens nach unten. Ihr wisst schon, die Schwerkraft und so. Deswegen lohnt es, sich in Schnittmustern auf die Suche nach dem Brustpunkt zu machen. Am leichtesten ist er zu finden, wenn es ein Oberteilschnittmuster mit Abnähern ist. Denn egal, von wo aus der Abnäher kommt: er zeigt auf den Brustpunkt. Allerdings endet er nicht auf dem Brustpunkt, sondern 1-2 cm davor.

Sollte bei euch die Schwerkraft schon Wirkung gezeigt haben, dann verlegt ihr einfach die Abnäherspitze nach unten, so dass sie wirklich auf euren Brustpunkt zeigt, und schon passt das Oberteil besser. Euren Brustpunkt markiert ihr im Schnittmuster, indem ihr euch das Schnittmuster so anhaltet, dass die Schulterlinie die Schulter berührt und die vordere Mitte senkrecht verläuft. Dann markiert ihr mit einem Filzstift diese stärkste Stelle der Brust. Nun verbindet ihr die Abnähermarkierungen in der Seitennaht mit dem "Kurz-vor-Brustpunkt", der eure neue Abnäherspitze markiert und zack habt ihr einen Abnäher, der den Stoff so führt, dass er wirklich eure Brust umschmeichelt.

Kleiner Tipp. Abnäher sehen oft schicker aus, wenn sie leicht von unten kommen. Ein waagrechter Abnäher aus der Seitennaht, hat in meinen Augen etwas von "Oma". Auch die Abnäherschenkel könnt ihr etwas nach unten verlegen - Hauptsache, euer Abnäher zeigt auf den Brustpunkt.

Das ist doch nicht schwer, oder? Gutes Gelingen!

Montag, 11. Dezember 2017

Blogparade Heldinnentasche



Was ich am Nähen so mag: ein Schnittmuster ist nur der Ausgangspunkt. Es ist wahnsinnig spannend, was die einzelne Näherin damit macht. Je nach Wahl des Materials und der Zutaten und den dazugehörigen Kleidungsstückten bzw. Accessoires, gibt es unzählige Variationen des gleichen Dings. Genau dieses Vielfalt an Möglichkeiten rund um das Thema Heldinnentasche, möchten meine kreativen Probenäherinnen und ich euch in den nächsten Tagen zeigen. 

Heute zeige ich euch meine ersten beiden Heldinnen - die Termine und Links zu den anderen Stationen der Parade, findet ihr am Ende dieses Blogposts. Ich habe die Heldinnentasche bisher in zwei Varianten genäht. Ich bin allerdings sicher, dass noch Einige folgen werden, denn Taschen kann eine Frau ja nicht genug haben.

Selbstportrait mit Handystick :-)


Meine erste Heldin nähte ich aus einem schwarzen Jeans, den ich mir ursprünglich mal für ein Kleid gekauft hatte. Nach dem Waschen war der Jeans bretthart und wurde auch durch Bügeln nur unwesentlich weicher. Also lag er in meinem Lager und wartete darauf, etwas ganz anderes, als ein Kleid zu werden. Für die Tasche war er perfekt. Jeans näht sich leicht und ich mag auch seine etwas hellere Innenseite, die ich durchaus ansehnlich finde. Das ist ein wichtiger Punkt, denn bei der Heldinnentasche sieht frau auch hin und wieder die Innenseite der Außentasche. Der schwarz-graue Jeans passt eigentlich zu fast allem, deswegen ist diese Tasche auch meine Lieblingsheldin und wird quasi unununterbrochen genutzt. 


Experimente erwünscht!


Auf dem Tauschtisch beim Nähbloggerinnentreffen in Köln begegenete mir dann dieser "Tigerplüsch". Ich weiß, das ist sind keine Streifen und es ist definitiv auch kein Tiger, aber da, wo ich herkomme heißt jeder Animalprint "Tiescher".  Mich faszinierte die Idee, daraus auch eine Heldin zu nähen.




Das Kunstfell ist toll, aber ein etwas festerer Stoff täte der Heldinnentasche doch besser, denn dann hat sie aus sich selbst etwas Stand und die Form kommt besser zur Geltung. Bei dieser Tasche habe ich die zusätzliche Handytasche (die auf die Innentasche genäht wird, aber in der Außentasche liegt) weggelassen. Der "Deckel" der Handytasche ist zweilagig - das funktioniert bei dicken Stoffen nicht so gut. Sollte ich dieses zusätzliche Täschchen vermissen, werde ich sie aus einem schwarzen Stoff nähen. Ein späteres Einfügen ist kein Problem, denn die Handytasche wird sowieso im letzten Schritt genäht. 


Mehr Heldinnen braucht das Land


Das Probenähteam nutzte für ihre Heldinnen ganz unterschiedliche Stoffe und berichten in ihren Blogartikeln von ihren Erfahrungen mit dem Schnittmuster der Heldinnentasche und ihrer Materialauswahl. Seid gespannt. Morgen geht es los mit Tina, Sophie und Yvonne.

Dienstag, der 12.12.:
Tina, Sophie (Facebook) und Mücke

Mittwoch, der 13.12.:
Frau Sonnenburg und Frau Ostenfelder Nähstube

Donnerstag, der 14.12.:
Mariabarbara, Patchworkangel(a), Chris'Nadelspiele, Strickprinzessin und Birgit

Dienstag, der 19.12.
Nochmal Frau Naekatze und Chris'Nadelspiele, Ejas Freudentränen

Donnerstag, der 21.12.
Birgit , Wiebke und Mariabarbara


Mehr Heldinnentaschen findet ihr auch nach und nach auf Instagram unter dem Hashtag #Heldinnentasche. Die erste Heldin einer Schnittmusterkundin konnte ich dort schon gestern Abend entdecken und freute mich wahnsinnig darüber! Vielen Dank fürs Zeigen @Frau Fichtennadel!


--> Das Schnittmuster für Heldinnentasche bekommst du im Schnittmusterkiosk. *klick*

Dort findest du auch die passende schwenkbare Steckschnalle und den perfekten Zwei-Wege-Reißverschluß in O-Fom sowie eine Magnetschließe






Freitag, 8. Dezember 2017

Neues Schnittmuster: die Heldinnentasche




Sie ist da! Unsere erste Tasche! Es ist ein Ding! Ein erstes Schnittmuster aus dem Hause crafteln, das eigentlich kein Kleidungsstück ist. Aber irgendwie ist es auch keine typische Tasche. Eine andere Form, ungewöhntlich geformte Schnittteile, kleidsam und funktional, eben typisch stokx

Das Geheimnis der Heldinnentasche ist die (Held-)Innentasche


Die Heldinnentasche ist ein Accessoire, aber fast wie ein Kleidungsstück. Sie ist eine Umhängetasche, die diagonal über die Brust von einer Schulter zur anderen Körperseite getragen wird, denn Heldinnen brauchen die Hände frei, um sich um die wichtigen Dinge zu kümmern. Durch die ausgeklügelte Schnittführung passt sich die Heldinnentaschen den Körperformen an und schmeichelt jeder Figur.



Ich nutze die Heldinnentasche seit Jahren. Sie ist so praktisch und schick! Alles, was ich griffbreit brauche, wie Mütze oder Handschuhe, kommen in die Außentasche und alles was sicher verstaut sein muß, ist sicher hinter einem Reißverschluß, den ich mit einer Hand öffnen kann, egal, auf welcher Seite ich die Tasche trage, versteckt. Eine zusätzliche kleine Tasche mit Klettverschluß, die auf die Innentasche genäht und in der Außentasche versteckt ist, heißt im Schnittmuster "Handytasche", aber ich nutze sie für meinen Schlüsselbund.





Es macht mich so glücklich, dass die Designerin dieser sehr besonderen Tasche, Melinda Stokes, mir ermöglichst dieses besondere Design als Schnittmuster umzusetzen. Für eine Designerin, die eigentlich klare Vorstellungen hat, wie ein fertiges Modell aussehen soll, ist es nicht einfach, ihren Entwurf freizugeben und der Kreativität der Hobbyschneiderinnen zu überlassen. Frau stokx und ich sind sehr gespannt, was ihr aus diesem Designerschnittmuster zaubert!


Eine ausführliche Anleitung mit detaillierten Grafiken und drei zusätzliche Tutorials für deinen Näherfolg


Die Heldinnentasche ist ein Meisterstück, das heißt, sie ist nicht ganz einfach zu nähen, denn die Schnitteile sehen anders aus, als bei anderen Taschen. Die Anleitung enthält aber neben vielen Grafiken auch zusätzliche Tutorials, in denen die besonderen Nähtechniken wie z.B. Kappnähte erklärt werden.

So wird es auch weniger geübten Näherinnen möglich sein, sich eine Heldinnentasche zu nähen, wenn sie sich zunächst für einen freundlichen Stoff (z.B. einen Jeans oder einen kräftigen Twill entscheiden) und sich dickere Stoffe (wie z.B. Möbelstoffe oder Kunstleder) für die nächste Tasche aufheben. Mit jedem Nähwerk kannst du etwas dazulernen. Wir haben uns große Mühe gegeben, dir die Umsetzung so einfach wie möglich zu machen!



Meine großartigen Probenäherinnen haben Heldinnentaschen aus den unterschiedlichsten Materialien genäht. Es ist nur ein Schnittmuster, aber die Designbeispiele sind so vielfältig und passen sich ganz wunderbar in die Garderobe der Trägerin ein.

Nächste Woche zeigen wir mit einer Blogparade ganz viele verschiedene Varianten der Heldinnentasche. Auf dem Deckblatt siehst du die wunderbaren Heldinnen von Frau Naehkatze und Patchworkangel(a).






Nähzutaten für die Heldinnentasche im Schnittmusterkiosk


Das Schnittmuster für die Heldinnentasche ist seit heute exklusiv im Schnittmusterkiosk erhältlich. Wie immer bekommst du ein digitales Schnittmuster sowohl in DIN A4 zum zusammenkleben und einer Plotdatei, die du schnell und günstig bei Plotterserviceanbietern im Internet bestellen kann. Die ausführliche Anleitung enthält 10 Seiten mit 20 Grafiken und 3 extra Tutorials sowie 20 Seiten Schnittmuster zum selbst ausdrucken. Wir empfehlen, die Anleitung auf einem Tablet zu nutzen, um die farbigen Grafiken bei Bedarf zu vergrößern und natürlich um Papier zu sparen.

Im Schnittmusterkiosk findest du auch die schwenkbare Steckschnalle, die bei stokx gerne für Taschen genutzt wird, damit sich das Accessoire noch besser den Körperformen anpassen kann. Ab nächster Woche führen wir auch den passenden Reißverschluß in O-form, der es dir einen einfachen Zugriff auf die Innentasche ermöglicht, egal, auf welcher Körperseite du die Tasche trägst. Du kannst den Reißverschluß jetzt schon mitbestellen - wir versenden ihn, sobald er geliefert wird.






*klick* ---> hier gehts zur Heldinnentasche im Schnittmusterkiosk

Freitag, 1. Dezember 2017

Wieder was gelernt!



Ich stöberte gerade durch meinen Instagramfeed und da fand ich dieses Foto, was ganz herrlich zum heutigen 1. Dezember passt. Es zeigt meine 24 Beiträge zu dem DIY-Adventskalender #24kleineFreuden, den Frau Masulzke und Frau Undiversell organisiert haben. Heute durfte ich das erste Päckchen öffnen und dann bemerkte ich, dass ich außerdem noch etwas Wichtiges gelernt habe. 

Im Stoffladen wunderte ich mich schon öfters, wie dringend Kundinnen Dinge genauso wie im Katalog oder der Dekoration abgebildet nähen wollten. "Warum?" fragte ich mich und fand darauf keine Antwort. Bei mir ist eher der Gegenteil der Fall: wenn ich etwas zu oft sehe, dann mag ich es nicht mehr haben  - besonders bei Genähtem, denn sonst könnte ich mir ja auch Klamotten kaufen! Ich übersehe mich schnell an bedingten Dingen und empfinde es gerade als besonders, wenn ich mir bezüglich Stoffwahl zum Schnittmuster etwas besonderes ausgedacht habe. Deswegen war ich oft irritiert, wie schnell genau die Stoffe, von denen Modellbeispiele gezeigt wurden, ausverkauft waren.

Und dann machte ich meinen Anteil für den DIY-Adventskalender - das Ergebnis zeige ich euch, nachdem meine Päckchen geöffnet wurden. Die Idee war schnell gefunden, der Prozess, etwas in 24-facher Ausfertigung zu machen, dauerte schon länger. Und dann sagte Frau Masulzke streng zu mir: "du mußt dir aber schon Mühe geben, beim Verpacken!"

Ja, beste Freundinnen sind manchmal sehr direkt. Frau Masulzke weiß natürlich aus langjähriger Erfahrung, dass der Inhalt meiner Geschenke die lieblose, hässliche Verpackung vergessen lässt. Ups, aber anscheinend nicht ganz, sie scheint sich doch daran zu erinnern. Nachdem ich bei Vorbereitungen zum Schnittmusterkioskgeburtstag mich schon darin übte "Dinge etwas schöner zu machen" und quasi ein Dekorations-Praktikum bei Frau Masulzke machte, fühlte ich mich nun herausgefordert, mir auch bei der Geschenkverpackung der Advenskalenderkleinigkeiten etwas Schöneres als sonst zu produzieren.

Frau Masulzke kennt mich und gab mir den hilfreichen Tipp, in welchem Deko-Geschäft ich fündig werden würde. Ich ging also dorthin und war als Dekolegasthenikerin - wie immer in solchen Geschäften - von dem ganzen Blingbling völlig überfordert. Ich drehte eine Runde und als ich gerade das Geschäft wieder verlassen wollte, hatte ich die rettende Idee! Dekoration! Ich brauchte nur den Kopf zu heben, mir die Dekoration anzuschauen und dann exakt nachzumachen, was mir gefiel! Das war ja einfach! Allerdings auch teurer, als meine bisherigen Einpackmaterialien. Aber einfach!


Lernen geht meist Schritt für Schritt


Und jetzt, ein paar Wochen später, fiel der Groschen. Na klar, ich Dekolegasthenikerin kann ja von den Profis lernen und in der ersten Phase meiner "Ich bemühe mich Geschenke schön einzupacken"-Versuche erstmal nur kopieren. Wenn ich mehr Übung habe, dann weiß ich auch, was ich wann, wo und wie günstiger kaufe bzw. selbst machen kann. Aber jetzt, als Anfängerin ist das der realistische Weg.

Und dann verstand ich, wieso viele Frauen genau das Nachnähen wollen, was sie als Modellbeispiel sehen. Nähen ist mit so viel Risiko verbunden! Wir müssen im Vorfeld so viel Vorstellungskraft investieren - das ist nichts im Vergleich zum Shoppen. Kaufkleidung können wir vorher anprobieren und die Idee für ein bestimmtes Kleidungsstück verwerfen, weil wir in der Umkleidekabine sehen, wie scheußlich es an uns aussieht. Wenn wir nähen, dann erkennen wir erst am Schluß, ob das erträumte Ding uns wirklich schmückt. Nachzunähen, was es als Modellbeispiel gibt ist Risikominimierung. Der Stoff und der Schnitt funktionieren zusammen und frau kann wenigstens auf dem Bild oder an eine Puppe schon mal sehen, wie das fertige Ding aussehen wird. Nun kann ich das verstehen und finde das ganz und gar nicht mehr komisch. Der Mut und die Kreativität, etwas Eigenes auszuprobieren, kommt irgendwann und bis dahin finde ich es bei jedem Mensch großartig, wenn sie oder er anfängt, etwas für sich zu nähen.

Donnerstag, 30. November 2017

Hinter den Kulissen im November

Hier ist es im Moment ruhig. Das ist in der Regel genau dann der Fall, wenn es hinter den Kulissen ordentlich brummt. Zeit, mal wieder einen Post darüber zu schreiben und etwas aus dem Nähkästchen zu plaudern. 

Nachdem Anfang November mein erster Onlinekurs mich mit ganz viel Glück erfüllt, weil ich endlich eine Form gefunden habe, ganz viele Leute an meinem Wissen teilhaben zu lassen, ohne dafür Reisen zu organisieren, war ich den Rest des Novembers fast ausschließlich mit dem neuen Schnittmuster beschäftigt. Ich hatte euch ja schon verraten, dass es ein "Ding" sein würde und kein Kleidungsstück und jetzt sind wir kurz vor der Ziellinie. Schon in wenigen Tagen erscheint das neue Schnittmuster!

Wo bekomme ich nur dieses Ding her?

Der Start des Probenähens mußte zunächst um einige Wochen verschoben werden, weil das Ding eine Nähzutat hatte, die einfach nicht beschaffen konnte. Dank tatkräftiger Unterstützung des großartigen Probenähteams und ordentlich um die Ecke denken, haben ich dann tatsächlich einen Lieferanten dafür gefunden - allerdings genau zu dem Zeitpunkt, als Frau stokx sagte, dass dieses Ding gar nicht unbedingt notwendig sei. Ihr könnt euch vorstellen, wie sinnbildlich mein Kopf auf die Tischkante knallte! Aber egal, es gibt diese Nähzutat des Orginaldings und sie ist nun auch bei mir eingetroffen, so dass ich sie euch zum Start des Schnittmusterverkaufes auch anbieten kann. Wer ein Ding möglichst "original stokx" nähen möchte, der steht damit nichts im Wege.






Aber was heißt schon "original stokx"! In dem Moment, in dem ihr mit einem Schnittmuster, einem Stoff, den ihr dafür auswählt und den Nähzutaten ein Ding entstehen lässt, wird es zu deinem ganz eigenen Original. Es ist so spannend zu sehen, wie unterschiedlich die Dinger werden, wenn ganz unterschiedliche Materialien verarbeitet werden! Ich habe zum Beispiel das Ding mal aus Fell genäht, den ich auf dem Tauschtisch beim Bloggerinnentreffen fand. Wäre dieses Fell nicht ganz zufällig in mein Leben getreten, wäre ich nie auf die Idee gekommen! Ach, ist das alles spannend!




Die Probenäherinnen hatten ordentlich damit zu kämpfen, dass die Anleitung nicht so komfortabel war, wie frau es erwarten könnte. Ich lieferte Text und Bilder getrennt, was bei einem Nähwerk mit sehr ungewöhnlich geformten Schnittteilen schon mal zu Verwirrung führen kann. Aber genau das macht die Schnittmuster von stokx aus: Es wird ein Ding, das eine ganz andere Form hat, also ihr das von so Dingern normalerweise kennt! Ist das nicht spannend?!


Die Anleitung ist nun schön,
aber noch steht nicht jedes Komma am richtigen Platz

Ich hatte lange überlegt, ob ich überhaupt Schnittmuster für Dinge in den Schnittmusterkiosk nehmen möchte, obwohl ich so ein Ding von stokx schon seit vielen Jahren benutze. Die Schnittmuster von crafteln stehen für Kleidungsstücke für EVERY.BODY, passen da Dingse ins Konzept? Aber ja, habe ich dann entschieden, denn dieses Ding ist eigentlich mehr, als ein Ding und fügt sich perfekt in ein aus unseren Schnittmustern genähtes Outfit ein. Ich finde, es sieht ganz hervorragend an der Frau aus, egal, welche Körperform sie hat. Es ist nützlich, unser Ding und es schmückt auf seine ganz besondere Art und Weise. Ich bin wirklich froh, es zu einem Schnittmuster gemacht zu haben!

Kleine Sneak-Preview

Jetzt wird noch ein letztes Mal alles  Korrektur gelesen und nächste Woche kommt das neue Schnittmuster. Ich bin schon wahnsinnig gespannt, wie ihr das Ding findet, aber ich bin sicher, dass ihr genauso begeistert sein werdet, wie meine fantastischen Probenäherinnen und ich. Ich freue mich drauf!


Montag, 27. November 2017

Neu: Geschenkgutscheine




Mir schwant: Weihnachten ist schon bald. Überall sehe ich schon Lichtlein und dauernd lese ich von Adventskalendern - heute habe ich mich dabei ertappt, ein Weihnachtslied im Radio mitzusingen...

Falls auf eurem Wunschzettel noch Platz ist, dann wünscht euch doch einen Gutschein für den Schnittmusterkiosk! Diesen könnt ihr nicht nur für Schnittmuster einlösen. Im Schnittmusterkiosk gibt es ja auch noch Bücher, Nähzutaten und Stoffe. Das Angebot wächst Schritt für Schritt und alles, was es im Schnittmusterkiosk gibt, ist von mir sorgfältig ausgewählt und wirklich empfehlenswert.


Wünsche dir einen Kurs zum Thema "Schnittmuster anpassen"!


Anfang des Jahres geht es richtig los mit der crafteln akademie. Nach meinem Pilot-Onlinekurs Anfang November bin ich nun sehr motiviert, meine bewährten Workshopkonzepte Stücke für Stück als Onlinekurs zu konzipieren und durchzuführen. Ich freue mich, mit diesem Onlineangebot noch mehr Menschen aus ganz Deutschland erreichen zu können!

Natürlich starte ich mit "Nichts klafft mehr", dem beliebten Kurs, in dem ich Dir zeige, wie du eine kombinierte Weiten - und Längenänderung für Oberteile, eine FBA, machen kannst, denn das ist mein mit Abstand beliebtester Workshop. Aber ganz bald werde ich mich auch um die anderen Themen kümmern, die mir und euch am Herzen liegen. Sei gespannt.

Die Gutscheine gibt es in verschiedenen Beträgen. Sie kommen ohne Aufpreis per Post und können an die Bestelladresse oder auch mit Grüßen an eine Wunschadresse gesendet werden. Alle Gutscheine sind drei Jahre lang gültig und für alle Artikel im Schnittmusterkiosk anwendbar. Wünsch dir was!

----> *klick* mit diesem Link kommst du direkt zu den Gutscheinen!

Freitag, 24. November 2017

Angebot: Schwarzer Freutag 2017




Weil es letztes Jahr so gut angekommen ist und weil ich absurde Aktionen immer noch super finde und überhaupt, weil ihr meine Lieblingsblogleserinnen seid, gibt es auch dieses Jahr wieder einen Grund zum Freuen.

Heute gibt es meine Schnittmuster mit 20% Rabatt und wenn ihr daraus ein schwarzes Kleidungsstück näht, dieses bis Silvester auf eurem Blog oder Instagram zeigt, mich davon wissen lasst, dann bekommt ihr auch noch einen Gutschein in Höhe von 5 € für euer nächstes Schnittmuster.

Einzige Ausnahme: das Ninjashirt, denn das gibt es nicht nur heute sondern auch noch weitere 6 Tage zum #NinjaNovember-Spezialpreis und das sind dann sogar 21.43 % Rabatt.

Mittwoch, 22. November 2017

#NähbloggerinnentreffenKöln2017



Am Wochenende war ich auf dem Nähbloggerinnentreffen in Köln und ich bin noch ganz beseelt! Das war ein schönes Wochenende! Wiedersehen mit alten Bekannten und auch ganz viele neue Gesichter, die ich zwar aus dem Internet schon kannte, aber ein Treffen live und in Farbe ist dann doch noch mal etwas ganz anderes. Wenn ich bedenke, wie viele Jahre wir einander bei der persönlichen Entwicklung und Nähgeschichte begleiten, das ist wirklich toll! 

2012 war mein erste Nähbloggerinnentreffen und ich kann mich noch gut daran erinnern, wie geflasht ich damals war, so viele gut gekleidete Frauen auf einen Haufen zu sehen! Das ist wirklich ein Augenschmaus und ein deutlicher Kontrast zu dem, was mir der Alltag meist bietet. Jedem Kleidungsstück merkt frau an, wie sorgfältig es erstellt und ausgewählt ist und wie sehr es der jeweiligen Frau schmeichelt.



Miteinander reden, Zeit verbringen, Kleidung anfassen, fachsimpeln und Stoff tauschen macht einfach Spaß. Aber besonders gut hat es mir gefallen, dass wir zusätzlich unseren Horizon in zwei wahnsinnig spannenden Workshops erweitern konnten. Bei beiden Themen war ich sicher, schon viel zu wissen und trotzdem habe ich so viel gelernt. Eine andere Sicht auf das Thema, der spezielle Blick der Referentinnen, die Fragen der anderen und das Erleben erweiterten meinen Horizont noch einmal ein großes Stückchen. Materialkunde mit Frau Nahtzugabe und @belekeck (Instagram) war deswegen so toll, weil alles so anschaulich und aus der Hobbynäherinnenperspektive erklärt und an vielen Beispielen gezeigt wurde. Ich Glückliche, habe sogar einen Fadenzähler gewonnen. Das ist eine beleuchtete Lupe, mit der ein Stoff noch genauer in Augenschein genommen werden kann. Toll! Sehr spannend fand ich auch, dass wir an Hand von drei Stoffproben, das Material erraten sollten und dann mit Brennproben die Lösung gezeigt wurde. Ich bin sicher, jetzt werden noch mehr Hobbynäherinnen sich zu zündeln trauen.



Im Workshop bei Sebastion Hoofs ging es um das Thema messen. Ein mir auch durchaus vertrautes Thema, umso spannender zu sehen, wie es ein Maßschneider angeht! Mich beeindruckte, wie sehr verschiedene Körpermaße genutzt wurden, um eine Aussage über Körperform und Körperhaltung zu treffen, um dies bei der Schnittkonstruktion zu berücksichtigen. Diese Feinheiten der Vorarbeit! Mich wunderte aber auch nicht, dass Sebastian dann noch von vier Anproben sprach um das Kleidungsstück wirklich passend zu machen, denn der Anspruch an Kleidung vom Maßschneider ist natürlich hoch. Das Ergebnis konnten wir bei ihm und seinem bezaubernden Assistenten Tom bewundern. Auch das war ein Augenschmaus auf einem ganz besonderen Level.




Mir wurde durch das Erleben, wie ein Maßschneider an das Thema Messen rangeht noch mal deutlich klar, was mein konkretes Anliegen ist: meine Stärke liegt darin liegt, scheinbar kompliziertes umsetzungsorientiert zu erklären. Ich habe mir das Wissen Stück für Stück aus verschiedenen Quellen angeeignet und gebe es "mundgerecht aufbereitet" an Hobbyschneiderinnen weiter, die weiter mit Schnittmustern nähen, aber diese endlich passend machen wollen. Mein Weg ist der pragmatische Weg, ich reduziere Komplexität und zeige wie es geht, Schnittmuster anzupassen -  auch wenn ich gut verstehe, wieso Nählehrerinnen und Maßschneider sagen "ach, das konstruieren wir lieber neu".

Auch wenn ich das Internet dafür liebe, dass wir alle quasi um die Ecke sind, ist es doch immer wieder ein noch viel wärmeres Gefühl, sich zu treffen und zu begegnen. Vielen Dank für die großartige Organisation an Susi, Elke, Brigitte und Antje! Dieses Gefühl wird mich ganz sicher noch in den nächsten Tagen begleiten und erfreuen. Und wie großartig, dass ich mich von Vielen mit den Worten "wir sehen uns im Januar in Bielefeld, um ein Wochenende gemeinsam zu nähen", verabschieden konnte. Ach, da freue ich  mich natürlich auch schon jetzt darauf!


Mittwoch, 15. November 2017

#NinjaNovember: Tutorial FBA für Raglan

Foto: Monika Lauber


Immer wieder werde ich im Zusammenhang mit dem Ninjashirt und Ninjakleid gefragt "Aber wie geht eine FBA bei einem Raglanärmel? Und dann antworte ich: "Ganz genauso -  falls du sie wirklich brauchst"!

Anscheinend ist diese Antwort noch nicht klar genug, deswegen an dieser Stelle noch mal ausführlicher. 

Für alle, die nicht wissen, was eine FBA ist. Das ist eine Methode, um bei großer Brust ein vorderes Oberteil genau dort weiter zu machen, wo der Platz für die Brust gebraucht wird. Hier und hier habe ich das schon mal ausführlicher erklärt und Anfang des Jahres, wird es dazu auch einen Onlinekurs von mir dazu geben.

Aber nun zur FBA für Raglan


In der Grafik siehst du einen Teil des halben Vorderteils des Ninjashirts. Du erkennst unten die gerundete Schneidelinie, für die Shirtlänge, den Brustabnäher in der Seitennaht und oben endet das Bild einen Tick über der Schulter, am Kapuzenansatz. Die Schulter habe ich dir als gestrichelte Linie eingezeichnet. Sie liegt genau an dem mittleren Passzeichen im Armloch, denn dieses trifft beim Ninja auf den Schulterabnäher.







Für die FBA brauchst du zwei Anhaltspunkte: den Brustpunkt und die Stelle "1/3-Armloch". Praktischerweise ist "1/3 Armloch" ziemlich genau am unteren Armlochknips. Das ist also einfach. Ob dein Brustpunkt nun kurz vor der Abnäherspitze ist oder nicht, das solltest du vor der FBA überprüfen. Dazu knickst du das Schnitteil an der Schulter, so wie die gestrichelte Linie gezeichnet ist ab, hältst dir das Schnitteil an, so dass die gestrichelte Linie/die geknickte Oberkante an deiner Schulter und die vordere Mitte schön ausgerichtet ist. Dann markierst du mit einem Stift den Brustpunkt.

Jetzt kannst du, wie gewohnt eine FBA machen. Vorderteil von der unteren Saumkante bis zum Brustpunkt einschneiden und dann weiter bis zu "1/3 Armloch". Außerdem schneidest du von dem unteren Abnäherknips bis kurz vor den Brustpunkt ein, ziehst das Schnittmuster für die Mehrweite auseinander, zeichnest den Abnäher neu bis kurz vor den Brustpunkt und legst mit deinem Ninja los.


Foto: Monika Lauber


Das Ninja braucht aber nicht unbedingt eine FBA!


Im Ninja-Schnittmuster ist durch den raffinierten Wasserfall zusätzlich Platz für die Brust konstruiert. Damit es wirklich, wirklich gut sitzt, kannst du bei einer sehr großen BU-OBU-Differenz noch zusätzlich eine FBA machen. Wirklich brauchen, wirst du sie vermutlich aber nicht, denn in den größeren Größen hat die Designerin schon ordentlich Platz für die Brust vorgesehen.

Was du aber machen solltest, ist zu kontrollieren, wo bei dir der Brustpunkt ist, denn ein Abnäher, der nicht auf die Brust zeigt, ist kein schöner Abnäher. Der Abnäher soll nicht auf dem Brustpunkt enden, aber kurz davor.

Das Schnittmuster für das Ninjashirt - und kleid bekommst du im Schnittmusterkiosk - den ganzen November über zum #NinjaNovember-Sonderpreis für 11 €.

Das klingt für dich spanisch und du würdest das lieber gründlich in meinem nächsten Onlinekurs erklärt bekommen? Dann melde dich für meinen Newsletter an, damit du die Kursankündigung nicht verpasst:

* Pflichtfeld



Freitag, 10. November 2017

#NinjaNovember - Woche 2 : dein Ninja macht dich stark



Jetzt sind wir schon in der zweiten Woche des #NinjaNovember. Noch immer kannst du das Schnittmuster für ein Ninjashirt oder Ninjakleid im Schnittmusterkiosk zum Angebotspreis von 11 Euro bekommen und mit dem Zeigen deines perfekten Ninjamoments einen Schnittmustergutschein  gewinnen. 






9. November - 15. November - Dein Ninja macht dich stark


Es gibt Momente, wo Kleidung unsere Rüstung für das Leben sein muss. Manchmal brauchen wir textile Unterstützung, um uns durch die Widrigkeiten des Lebens zu kämpfen. Dein Ninja macht dich zur Kämpferin. Zeig uns deinen Ninjamoment, in dem du anderen die Zähne gezeigt hast oder endlich mal zeigen möchtest. Dein Ninja macht dich dafür stark!





In welchen Momenten könnte dein Ninja dich stark machen?


Vielleicht müssen wir nicht immer so böse schauen, wie auf den Fotos, die meine Haus- und Hoffotografin Monika Lauber von der großartigen Kitty Koma und mir gemacht hat. Aber Durchsetzungsstärke und Power schaden nicht, um die größeren Stücke vom Kuchen zu bekommen, die uns eindeutig zustehen. 





Gibt es Situationen, wo du zur Kämpferin wirst oder werden solltest, um das zu bekommen, was dir zusteht? Wie wäre es, wenn du dir ein Ninja dafür nähst. Oder falls es vielleicht nicht wirklich vom Stil her zu deiner Lebenssituation passt, in der du in den Kampf ziehen muss: das Ninja ist auch eine ganz hervorragende Begleiterin, um sich müde aber glücklich auf dem Sofa vom Kampf auszuruhen. Aber das schauen wir uns nächste Woche an. 




Das Kleingedruckte


So kannst du mitmachen. Schicke mir drei Fotos deines besten NinjaMomentes in der jeweiligen Mottowoche. Auf einem Foto muß das Ninjashirt oder -Kleid an dir zu sehen sein, die anderen beiden Fotos erzählen deine NinjaMoment-Geschichte. Du kannst mit einem Ninja jede Woche teilnehmen und mit mehreren Ninjas sogar jede Woche mehrmals!

Wenn du auf Instagram bist, und dort auch noch deine Collage aus drei Bildern veröffentlichst und mit #NinjaNovember tagst, hast du eine zusätzliche Chance zu gewinnen und kommst ein zweites Mal in den Lostopf.

Einsendungen jeweils bis zum letzten Tag der jeweiligen Ninjawoche. Es entscheidet das Los. Die Gewinnerinnen werden am 1. Dezember bekannt gegeben.






Dienstag, 7. November 2017

Wenn ich für mich Kleidung nähe, nähe ich genau für den Körper, den ich habe

Gela Löhr vom Blog Lemondays veranstaltet eine Blogparade zum Thema „Wechseljahre“ und ich freue mich sehr in einem bunten Reigen von sehr unterschiedlichen Frauen und verschiedenartigen Texten, meinen Teil dazu zu steuern. 

Als eine Frau, die ihre Kleidung selbst näht und anderen Frauen hilft, dies auch für sich zu tun, habe ich einen ganz eigenen Blick auf das Altern und die mittleren Jahre. Ich glaube ganz fest, dass das Nähen der eigenen Bekleidung hilft, mit den Veränderungen des Körpers klar zu kommen und sich selbst so zu mögen, wie frau ist. 


Wo ist die Neugier geblieben?


Die Veränderungen des Körpers, haben mich von je her neugierig gemacht. Ich finde das alles einfach super spannend - aber es ist gar nicht so einfach, neugierig zu bleiben, ohne gleich zu bewerten!

Für Kinder ist diese Faszination für Veränderungen völlig normal. Sie sind begeistert davon, einfach zu wachsen, ohne etwas dafür zu tun; immer mehr zu können und zu dürfen. Merkwürdigerweise ist es für uns Erwachsene gar nicht mehr so einfach, diese Veränderungen zu bestaunen. Statt wie ein Kind den Geburtstag als Chance zu sehen, wieder etwas Neues erleben zu dürfen, fangen wir irgendwann an, unser Alter zu verschleiern und uns nicht mehr auf unseren Jahrestag zu freuen.

Dabei dürfte uns allen doch klar sein, dass das Leben ein Prozess ist, in dem Veränderungen passieren und der schließlich auch ein Ende hat. Oft habe ich den Eindruck, dass wir so tun, als wäre das nicht so. Wir verleugnen das Altern und die Unausweichlichkeit des Tode und rennen gleichzeitig einem Jugendideal her, das uns nur halb so glücklich macht, wie versprochen.


Ohne Vorbilder ist das Altern eine Herausforderung


Diese Sehnsucht nach Jugend und die Angst vor dem Altern sind wahrscheinlich ganz normal. Doch ich habe das Gefühl, dass genau dieser Eindruck ungesund verstärkt wird.

In den Medien sehen wir fast nur junge und hübsche Menschen und das macht etwas mit uns! Wir sind alle umgeben von zu viel Jugend und zu viel retouschierten Bildern, so dass wir irgendwie vergessen haben, wie ein echter Körper aussieht , wie unterschiedlich wir alle sind und wie großartig es ist, dass wir unverwechselbar sind und jeden Tag aufs Neue zu einer anderen werden (können).



Frauen verschwinden medial, wenn sie altern. Das Verrückte ist, das mir das erst bewußt wurde, als diese Statistik sah. Doch dann verstand ich, wieso es mir so oft an Vorstellungskraft mangelt, wie es ist eine tolle alte Frau zu sein! Wie soll ich für mich eine Form von Selbstsicherheit gewinnen, mit den zwangsläufigen Veränderungen des Lebens umzugehen, wenn es wenig sichtbare Vorbilder gibt und ich stattdessen medial mit Kunstgeschöpfen bombardiert werde?


Nicht du bist falsch, sondern das, was dir an Kleidung geboten wird


Stetiger Tropfen höhlt den Stein und wir können den Eindruck gewinnen, dass an uns irgendetwas nicht stimmt, wenn wir nicht aussehen, wie die aus dem Fernsehen. Dabei sehen die wenigsten Menschen so aus! Ich finde es immer sehr heilsam, im Sommer in ein Schwimmbad zu gehen, denn dort treffe ich die unterschiedlichsten Menschen und sehe, wie vielfältig unsere Körper eigentlich sind.

Auch wenn wir Kleidung kaufen wollen und wenig finden, was uns passt und gefällt, können wir verzweifeln und die Schuld an uns suchen. Das ist allerdings quatsch, denn Kleidung wird in Massenproduktion schnell und lieblos produziert - wenn wir nichts finden, dann liegt das nicht an uns, sondern an dem, was uns geboten wird. Was liegt da näher, als das Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und unsere äußere Hülle selbst zu nähen?





Das Nähen meiner eigenen Kleidung veränderte mich


Als ich begann, meine eigene Kleidung zu nähen musste ich meinen Körper vermessen. Ich kann mich noch gut an die Zeiten in meinem Leben erinnern, als ich beim Arzt nur rückwärts auf die Waage gegangen bin und mir nur die relativen Veränderungen mitteilen liess. Die absoluten Werte verleugnete ich. Doch wenn ich meine Kleidung nähe, dann muß ich für einen Körper nähen, der ist, wie er ist. Wegschauen hilft genau so wenig wie den Bauch einzuziehen. Wenn ich Kleidung nähe, dann nähe ich genau für den Körper, den ich habe.

Wie die meisten Menschen, hatte ich als Vergleichsgrößen nur 90-60-90 im Kopf. Natürlich fand ich meine Zahlen daraufhin furchtbar. Schublade auf, Frau rein, Schublade zu. Es fiel mir schwer, diese Zahlen aufzuschreiben und hinzunehmen, es fiel mir schwer, sie mit den Zahlen in einer Größentabelle zu vergleichen, weil es sich für mich wie eine Bewertung anfühlte.


Die Bewertung ist in meinem Kopf


Dabei ist diese Bewertung völlig unnötig. Die Bewertung findet in meinem Kopf statt. Ich habe die Wahl, ,ob ich das zulassen oder meine Maße einfach als das nutze, was sie sind: es sind Zahlen, die mir ermöglichen gut passende Kleidung für mich zu nähen. Wie wunderbar!

Wenn ich für mich nähe, dann sollen meine Kleidungsstücke dort Weite haben, wo mein Körper Platz braucht. Es liegt an mir, das Kleidungsstück nach meinen Wünschen zu fertigen und dabei ist es völlig egal, wie andere Körper aussehen. Für diese nähe ich ja schließlich nicht, sondern für mich.





Es gibt keine Figurprobleme


Du hast keine Figurprobleme - du hast einen Körper, der sich im Laufe des Lebens verändert. So what! Wir haben nicht mehr die jugendlich straffen Körper der jungen Mädchen, für die ein Großteil der Kleidung entworfen wird. Es nützt nichts, wenn von diesem Ausgangsdesign, einfach nur weiter und länger gemacht wird, um mehrere Größengruppen zu bedienen. Ein großer Körper ist nicht ein kleiner Körper nur in größer. Je mehr Körper da ist, umso individueller sind die Ausprägungen.

Wenn wir Frauen älter werden und vielleicht auch die eine oder andere Schwangerschaft hinter uns haben, dann haben wir möglicherweise nicht mehr nur ein Bäuchlein, sondern einen Bauch. Dann verteilt sich das weiche Gewebe in der Körpermitte auch dorthin, wo wir mal eine Taille hatten und ehrlich gesagt, geht davon die Welt nicht unter. Unsere Brüste beugen sich der Schwerkraft und nicht jeden Tag haben wir Lust auf BHs, die uns die Brüste unter das Kinn schnallen. Der Rücken wird runder, die zusammengedrückten Bandscheibenlassen uns schrumpfen, dafür werden die Füße größer. Unser Körper sieht anders aus, als der eines jungen Mädchens. Es liegt an uns, ob wir das bedauern oder die Veränderungen nehmen wie sie sind: ein Zeichen dafür, dass wir lebendig sind.

Wir brauchen Namen für Körperteile, die wir früher nicht hatten - bei mir ist das zum Beispiel "Bauch 2" der seinen Raum fordert da, wo mal meine Taille war. Wir brauchen das Know How wie wir das was ist nicht nur benennen, sondern auch benähen können. Wir brauchen das Selbstbewußtsein im wahrsten Sinne des Wortes, genau diesem Körper eine  "angemessene" Hülle zu geben.


Vom Glück, sich die eigene Kleidung zu nähen


Viele Schnittmuster sind, wie Kleidung, die wir kaufen können, für junge Frauen gemacht. Allzu oft, wird Kleidung an jugendlichen Models vorgeführt, entworfen und dann einfach nur für die Alltagskundin größer gemacht. Das kann natürlich nicht gut funktionieren. Wir Frauen mitten im Leben, haben Brüste, die der Schwerkraft schon ein paar Jahre ausgesetzt waren und einen Körper, der uns schon zuverlässig durchs halbe Leben trug. Wir brauchen Kleidung für genau diesen Körper. Wer, wenn nicht wir wissen, wie dieser Körper aussieht und was er braucht?

Wenn ich mir meine eigene Kleidung nähe, dann habe ich die Pflicht, aber auch die Chance, mich wirklich zu sehen. Ich beschäftige mich mit mir und meinem Körper. Ich entscheide, mit was für einer äußeren Hülle ich der Welt begegnen möchte und nähe für das, was ist: meinen Körper. Ich habe die Fähigkeit, meinen Körper mit meiner Kleidung zu lobpreisen, ihn zu schmücken und mich in dieser Kleidung schön und stark zu fühlen. Denn ich habe diese Kleidung geschaffen und ich bin dieser Körper.

Ich habe es gar nicht mehr nötig, in dieses freudlose Spiel der Körperbewertungen einzusteigen, denn es ist unwichtig. Wenn ich meine Kleidung nähe, dann bin ich autark. Es gibt nur mich, meinen Körper und meine Träume davon, was für eine Frau ich sein will. Wenn ich nähen kann, dann kann ich Stück für Stück diese Frau erschaffen. Mit dem Gefühl der Selbstwirksamkeit, mit meinen eigenen Händen meine äußere Hülle zu gestalten, bin ich stark und schön.




Du möchtest auch durch selbstgemachte Kleidung stark und schön werden? 


"Nähen macht Spaß und Kleidung nähen macht glücklich!" ist mein Motto - wenn auch Du gerne Kleidung für dich nähen möchtest, nach Inspiration suchst oder dazu etwas Nachhilfe brauchst, dann schaue dich gerne auf meinem Blog um. Mein Schwerpunkt ist das Thema "Schnittmuster anpassen", denn wir sind alle Individuen und nicht von der Stange.

Ich kann dir zeigen, wie du Schnittmuster für deinen Körper anpasst, damit du dir Kleidung nähen kannst, die wirklich (zu) dir passt und ich habe Schnittmuster für dich, die an Frauen jeden Alters und mit jeder Körperform einfach toll aussehen.

Mit einer Anmeldung für meinen Newsletter, halte ich dich immer auf dem Laufenden und schenke dir einen 4 €-Gutschein für ein Schnittmuster deiner Wahl aus meiner Kollektion designer.pattern for EVERY.BODY. 


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Eine Blogparade ist eine feine Sache, denn sie macht Frauen sichtbar. Schau doch mal, was die anderen geschrieben haben.

Und das ist noch lange nicht das Ende.

5.11. Andrea Stark "Meine Wecheljahre und ICH"
4.11. Ilona Tamas "Wie wollen Elfen, Mädchen und Matronen"
3.11. Elke Janssen "Von Gummibärchen, Zwängen und Königtöchtern - oder meine Wechseljahre"
2.11. Sonja Haueis "Gestern war ich noch sexy, heute bin ich heiß"
1.11. Martina Kahlert "Das himmlische Wasser versiegt"
31.10. fit und in form 40 plus "Listen to your body - aber ich war taub"
30.10. leichtseinliebe "Destination ich"
29.10. Birte Hoefert "Hilfe, ich bin in den Wechseljahren"
28.10. Anna Roth "Was dein Horoskop über deine Wechseljahre verrät"
27.10. Beatrice Drach "Next Stop Menopause"
26.10. Wache Weiblichkeit "Lust und Genuss in der Menopause?! Hell yes!!!"
25.10. Nur auf Facebook verfügbar.
24. 10. Pelvis Floor "Oh nein, ich mag Bitterschokolade!"
23.10. Die Plaudertasche "Wechseljahre - jetzt schon?"
22.10. Alexandra Cordes Guth "Die eigene Unverwechselbarkeit sichtbar werden lassen"
21.10. Frauke Schramm "Blogparade: Meine Wechseljahre und ich"
20.10. Sabine Brüß " Ende oder Anfang? Wechseljahre 
19.10. Super Sabine "Eine Phase im Leben"
18.10. Uta Ossmann "Zeit des Neubeginns - Selbstbewußt und sexy!"
17.10. Be Mindful Berlin "Wir sind immer noch heiß - es kommt jetzt nur in Wellen"
16.10. 50-fabelhaft.de "Altbausanierung - im Wechselbad der Hormone"
15.10. powerofwoman "Meine Wechseljahre und ICH"